E523 Aluminiumsulfat – Lebensmittelzusatzstoff
E523 ist der EU-Lebensmittelzusatzstoff Aluminiumsulfat, ein Festigungsmittel und Stabilisator. Er wird in bestimmten Lebensmitteln eingesetzt, unterliegt jedoch strengen Zulassungsbeschränkungen.
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E523 ist der EU-Lebensmittelzusatzstoff Aluminiumsulfat, ein Festigungsmittel und Stabilisator. Er wird in bestimmten Lebensmitteln eingesetzt, unterliegt jedoch strengen Zulassungsbeschränkungen.
Was ist E523 (Aluminiumsulfat)?
E523 ist die EU-Bezeichnung für Aluminiumsulfat, eine anorganische Verbindung aus Aluminium und Schwefelsäure. Als Lebensmittelzusatzstoff wird es in der EU als Festigungsmittel und Stabilisator eingesetzt. Die Substanz ist ein weißes bis farbloses, kristallines Pulver, das in Wasser gut löslich ist.
Chemische Eigenschaften
Aluminiumsulfat hat die chemische Formel Al₂(SO₄)₃. Es handelt sich um ein Aluminiumsalz der Schwefelsäure. In wässriger Lösung reagiert es leicht sauer. In der Lebensmittelindustrie wird es hauptsächlich in seiner wasserfreien Form oder als Hydrat verwendet.
Verwendung in Lebensmitteln
In der Europäischen Union ist die Verwendung von E523 in Lebensmitteln sehr stark eingeschränkt. Gemäß der EU-Verordnung (EG) Nr. 1333/2008 ist E523 nur in wenigen spezifischen Produktkategorien zugelassen, unter anderem in:
- Kandiertem, kristallisiertem oder glasiertem Obst und Gemüse
- Bestimmten Gemüsekonserven (z. B. eingelegten Produkten)
- Kakaopulver und Schokoladenmischungen in bestimmten Anwendungen
Seine technologische Funktion besteht darin, die Festigkeit und Textur von Lebensmitteln zu erhalten sowie als Stabilisator zu wirken. In anderen Industriezweigen, etwa der Wasseraufbereitung, der Papierherstellung und der Textilindustrie, findet Aluminiumsulfat ebenfalls breite Anwendung.
Gesundheitliche Bewertung und Sicherheit
Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hat Aluminiumverbindungen in Lebensmitteln wiederholt bewertet. Im Jahr 2008 setzte die EFSA eine tolerierbare wöchentliche Aufnahmemenge (TWI) für Aluminium von 1 mg pro kg Körpergewicht pro Woche fest. Da Aluminium über viele verschiedene Quellen in die Ernährung gelangt (z. B. natürlich vorkommend in Lebensmitteln, Trinkwasser, Kochgeschirr sowie andere Zusatzstoffe wie E173, E520–E523, E541, E554–E559), empfiehlt die EFSA, die Gesamtaufnahme so gering wie möglich zu halten.
Studien deuten darauf hin, dass eine chronisch erhöhte Aluminiumaufnahme mit negativen Auswirkungen auf das Nervensystem und die Knochengesundheit in Verbindung gebracht werden kann, wobei die Relevanz für die allgemeine Bevölkerung bei normaler Ernährung als gering eingestuft wird. Besondere Vorsicht ist jedoch bei folgenden Personengruppen geboten:
- Kinder und Säuglinge (höhere relative Aufnahme pro Körpergewicht)
- Personen mit eingeschränkter Nierenfunktion (verminderter Aluminiumausscheidung)
- Personen mit erhöhtem Aluminiumkontakt durch Beruf oder Umwelt
Regulatorischer Status in der EU
In der EU ist E523 als Lebensmittelzusatzstoff unter der Verordnung (EG) Nr. 1333/2008 gelistet und zugelassen, jedoch mit strengen Mengenbeschränkungen (Maximum Level). Die EU hat in den letzten Jahren die Verwendung von Aluminiumverbindungen in Lebensmittelzusatzstoffen schrittweise weiter eingeschränkt, um die Gesamtaluminiumaufnahme der Bevölkerung zu senken.
Kennzeichnung und Verbrauchertransparenz
Wenn E523 in einem Lebensmittel verwendet wird, muss es im Zutatenverzeichnis entweder als E523 oder als Aluminiumsulfat angegeben werden. Verbraucher mit besonderem Interesse an der Vermeidung von Aluminiumverbindungen sollten die Zutatenlisten von Fertigprodukten sorgfältig prüfen.
Quellen
- Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA): Safety of aluminium from dietary intake -- Scientific Opinion. EFSA Journal 2008;6(7):754. doi:10.2903/j.efsa.2008.754
- Verordnung (EG) Nr. 1333/2008 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 16. Dezember 2008 über Lebensmittelzusatzstoffe. Amtsblatt der Europäischen Union.
- WHO/FAO Joint Expert Committee on Food Additives (JECFA): Aluminium (addendum). In: Safety evaluation of certain food additives and contaminants. WHO Food Additives Series, No. 52. Geneva: World Health Organization, 2007.
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