Eigenbluttransfusion: Definition, Arten und Vorteile
Die Eigenbluttransfusion ist ein Verfahren, bei dem das eigene Blut eines Patienten gesammelt und bei Bedarf wieder zurückgegeben wird, um Fremdbluttransfusionen zu vermeiden.
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Die Eigenbluttransfusion ist ein Verfahren, bei dem das eigene Blut eines Patienten gesammelt und bei Bedarf wieder zurückgegeben wird, um Fremdbluttransfusionen zu vermeiden.
Was ist eine Eigenbluttransfusion?
Die Eigenbluttransfusion (auch autologe Transfusion genannt) ist ein medizinisches Verfahren, bei dem einem Patienten das eigene Blut abgenommen, aufbewahrt und zu einem späteren Zeitpunkt – meist während oder nach einer Operation – wieder zugeführt wird. Ziel ist es, den Einsatz von Fremdblut zu vermeiden und damit mögliche Risiken wie Infektionsübertragungen oder Abstoßungsreaktionen zu minimieren.
Arten der Eigenbluttransfusion
Präoperative Eigenblutspende
Hierbei wird dem Patienten vor einem geplanten Eingriff in mehreren Schritten Blut abgenommen und eingelagert. Dieses Blut steht dann während oder nach der Operation zur Verfügung.
Intraoperative maschinelle Autotransfusion (MAT)
Bei dieser Methode wird das Blut, das während einer Operation verloren geht, aufgefangen, aufbereitet und dem Patienten direkt wieder zurückgegeben. Dies erfolgt mithilfe spezieller Geräte, die das Blut waschen und filtern.
Postoperative Drainageblut-Retransfusion
Nach einem operativen Eingriff wird Blut aus Wunddrainagen gesammelt und nach entsprechender Aufbereitung dem Patienten rückgeführt. Diese Methode wird häufig nach orthopädischen Operationen angewendet.
Wann wird die Eigenbluttransfusion eingesetzt?
Die Eigenbluttransfusion wird vor allem bei planbaren Operationen mit einem erwarteten höheren Blutverlust eingesetzt. Typische Anwendungsgebiete sind:
- Herzchirurgische Eingriffe
- Orthopädische Operationen (z. B. Hüft- oder Kniegelenkersatz)
- Gefäßchirurgie
- Neurochirurgische Eingriffe
- Patienten, die aus religiösen Gründen keine Fremdbluttransfusion akzeptieren (z. B. Zeugen Jehovas)
Vorteile der Eigenbluttransfusion
Die Rückgabe des eigenen Blutes bietet gegenüber der Gabe von Fremdblut mehrere Vorteile:
- Kein Infektionsrisiko durch Erreger wie HIV, Hepatitis B oder C aus Fremdblut
- Keine immunologischen Reaktionen, da das Blut körpereigen ist
- Keine Unverträglichkeitsreaktionen durch Blutgruppenunterschiede
- Schonung der öffentlichen Blutreserven
- Psychologischer Vorteil für Patienten, die Fremdblut ablehnen
Risiken und Grenzen
Obwohl die Eigenbluttransfusion viele Vorteile bietet, ist sie nicht frei von Risiken:
- Bei der präoperativen Eigenblutspende kann es zu einer vorübergehenden Blutarmut (Anämie) kommen, da dem Körper Blut entnommen wird.
- Das gelagerte Blut kann bei falscher Aufbewahrung verunreinigt werden.
- Nicht alle Patienten sind für eine präoperative Eigenblutspende geeignet – z. B. Personen mit schwerer Anämie, Herzerkrankungen oder aktiven Infektionen.
- Die Methode ist aufwendiger und kostenintensiver als die Gabe von Fremdblut aus Blutbanken.
Ablauf und Vorbereitung
Vor einer geplanten präoperativen Eigenblutspende findet ein ärztliches Aufklärungsgespräch statt. Der Arzt prüft, ob der Patient die notwendigen Voraussetzungen (z. B. ausreichende Hämoglobinwerte) erfüllt. Die Blutspenden erfolgen in der Regel in wöchentlichem Abstand und werden bis zur Operation tiefgefroren oder gekühlt gelagert. Am Tag der Operation steht das Eigenblut bereit, um bei Bedarf transfundiert zu werden.
Quellen
- Bundesärztekammer – Querschnitts-Leitlinien zur Therapie mit Blutkomponenten und Plasmaderivaten (2020)
- Deutsche Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin (DGAI) – Empfehlungen zur autologen Transfusion
- Mueller M. M. et al. – Patient Blood Management, Transfusion Medicine Reviews (2019), PubMed PMID: 30497863
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