Eisenwerte – Bedeutung, Normalbereiche & Abweichungen
Eisenwerte geben Aufschluss über die Eisenversorgung des Körpers. Erfahre, was Normalwerte sind, wie sich ein Mangel äußert und welche Laborparameter wichtig sind.
Interesse an regelmäßigen Tipps & Infos rund um Gesundheit? Regelmäßigen Tipps & Infos rund um GesundheitWissenswertes über "Eisenwerte"
Die Eisenwerte im Blut geben Auskunft über die Versorgung des Körpers mit dem Spurenelement Eisen, das für die Bildung von Hämoglobin, den Sauerstofftransport im Blut und zahlreiche Stoffwechselprozesse essenziell ist.
Eine ausgewogene Eisenbilanz ist entscheidend für Energie, Leistungsfähigkeit, Zellfunktion und Immunsystem. Abweichungen – sowohl Eisenmangel als auch Eisenüberladung – können vielfältige Symptome und Folgeerkrankungen verursachen.
Wichtige Parameter zur Beurteilung des Eisenstatus sind:
- Serumeisen: misst das freie Eisen im Blut (Normalwert: ca. 50–160 µg/dl bei Männern, 40–150 µg/dl bei Frauen)
- Ferritin: Speicherform des Eisens im Gewebe – gilt als verlässlichster Marker für die Eisenspeicher (Normalwert: 30–300 ng/ml bei Männern, 15–150 ng/ml bei Frauen)
- Transferrinsättigung: Anteil des Transferrins, der mit Eisen beladen ist (Normal: 20–45 %)
- Gesamteisengehalt (TIBC): gibt die Gesamtkapazität des Transferrins an
Ein Eisenmangel äußert sich oft in Müdigkeit, Konzentrationsstörungen, brüchigen Nägeln, Haarausfall oder blasser Haut und kann zu Anämie (Blutarmut) führen. Ursachen sind häufig Blutverluste, chronische Entzündungen, unausgewogene Ernährung oder gestörte Eisenaufnahme im Darm. Ein erhöhter Ferritinwert kann hingegen auf chronische Erkrankungen, Leberprobleme oder Hämochromatose (eine Eisenspeicherkrankheit) hinweisen.
Zur Behandlung werden Eisenpräparate (oral oder intravenös) eingesetzt, sofern ein Mangel vorliegt. Wichtig ist dabei die regelmäßige Kontrolle der Werte, da sowohl ein Zuviel als auch ein Zuwenig an Eisen langfristig gesundheitsschädlich sein kann.
Wichtige Fakten zu Eisenwerten:
- Serumeisen, Ferritin, Transferrin und TIBC sind zentrale Laborparameter
- Eisenmangel: häufig bei Frauen, Vegetariern, chronischen Entzündungen
- Symptome: Müdigkeit, Haarausfall, Blässe, Konzentrationsprobleme
- Eisenüberladung: Risiko bei Hämochromatose oder starker Supplementierung
- Wichtig: Ursachenklärung und gezielte Therapie
Literaturhinweise
- World Health Organization (WHO). (2020). "Nutritional anaemias: tools for effective prevention and control."
- Camaschella, C. (2015). "Iron-deficiency anemia." New England Journal of Medicine.
- Andrews, N. C. (2000). "Iron homeostasis: insights from genetics and animal models." Nature Reviews Genetics.
Verwandte Produkte
Für Deinen universellen Schutz
Als eines der wertvollsten körpereigenen Proteine ist Lactoferrin ein natürlicher Bestandteil des ImmunsystemsMeistgekaufte Produkte
Der universelle Immunschutz
Als eines der wertvollsten körpereigenen Immunproteine ist Lactoferrin ein natürlicher Bestandteil des ImmunsystemsFür eine gesunde Mundflora & Zahnpflege
Formulierte Lutschtabletten mit AB-Dentalac®, probiotischen Milchsäurebakterien und Lactoferrin CLN®Die neusten Einträge
3 Beiträge in dieser Lexikon KategorieErythrozytenmorphologie
Thorakales Aortenaneurysma
Urogenitaltuberkulose
Die meistgelesenen Einträge
3 Beiträge in dieser Lexikon KategorieMagnesiumcarbonat
Kölner Liste
Kaloriengehalt
Verwandte Suchbegriffe: Eisenwert + Ferritinwert + Eisenwerte + Eisenwert zu niedrig + Serumeisen + Eisenwert zu hoch + Eisenwert Blut + Eisenwert Frauen