Entzündungswerte im Blut – CRP, BSG & mehr
Entzündungswerte im Blut zeigen, ob im Körper eine Entzündung vorliegt. Sie helfen Ärzten, Infektionen, Autoimmunerkrankungen und andere Erkrankungen zu erkennen.
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Entzündungswerte im Blut zeigen, ob im Körper eine Entzündung vorliegt. Sie helfen Ärzten, Infektionen, Autoimmunerkrankungen und andere Erkrankungen zu erkennen.
Was sind Entzündungswerte im Blut?
Entzündungswerte im Blut sind labormedizinische Parameter, die anzeigen, ob im Körper eine Entzündungsreaktion stattfindet. Sie werden im Rahmen einer Blutuntersuchung bestimmt und geben Ärzten wichtige Hinweise auf akute oder chronische Entzündungen, Infektionen, Autoimmunerkrankungen oder Gewebeschäden. Zu den wichtigsten Entzündungsmarkern gehören das C-reaktive Protein (CRP), die Blutsenkungsgeschwindigkeit (BSG), die Leukozytenzahl (weiße Blutkörperchen), das Interleukin-6 (IL-6) sowie das Procalcitonin (PCT).
Die wichtigsten Entzündungsparameter im Überblick
C-reaktives Protein (CRP)
Das CRP ist eines der empfindlichsten und am häufigsten bestimmten Entzündungszeichen im Blut. Es wird in der Leber produziert und steigt bei Entzündungen innerhalb weniger Stunden stark an. Normalwert: unter 5 mg/l. Erhöhte CRP-Werte können auf bakterielle Infektionen, entzündliche Erkrankungen wie rheumatoide Arthritis oder auf Gewebeschäden hinweisen.
Blutsenkungsgeschwindigkeit (BSG)
Die BSG misst, wie schnell sich rote Blutkörperchen in einer Blutprobe absetzen. Ein erhöhter Wert deutet auf eine Entzündung hin, ist jedoch weniger spezifisch als das CRP. Die BSG reagiert langsamer und ist daher eher zur Verlaufskontrolle chronischer Erkrankungen geeignet. Normalwerte: Männer bis 15 mm/h, Frauen bis 20 mm/h (nach der ersten Stunde).
Leukozyten (weiße Blutkörperchen)
Die Leukozytenzahl gibt Auskunft über die Aktivität des Immunsystems. Eine erhöhte Anzahl weißer Blutkörperchen (Leukozytose) ist häufig ein Zeichen für eine bakterielle Infektion. Eine erniedrigte Zahl (Leukopenie) kann auf virale Infektionen oder Immunschwäche hinweisen. Normalwert: 4.000 bis 10.000 Zellen pro Mikroliter Blut.
Interleukin-6 (IL-6)
Interleukin-6 ist ein Botenstoff des Immunsystems (Zytokin), der bei Entzündungen freigesetzt wird und die Leber zur CRP-Produktion anregt. IL-6 steigt sehr früh im Verlauf einer Entzündung an und wird besonders bei schweren Infektionen oder bei der Überwachung von Intensivpatienten bestimmt.
Procalcitonin (PCT)
Procalcitonin ist ein spezifischer Marker für bakterielle Infektionen und Sepsis. Bei viralen Infektionen bleibt der Wert meist niedrig, was eine wichtige Unterscheidungsmöglichkeit darstellt. Der Normalwert liegt unter 0,5 ng/ml. Stark erhöhte PCT-Werte können auf eine lebensbedrohliche Sepsis hindeuten.
Ursachen erhöhter Entzündungswerte
- Bakterielle oder virale Infektionen (z. B. Lungenentzündung, Harnwegsinfekt, Grippe)
- Autoimmunerkrankungen (z. B. rheumatoide Arthritis, Lupus erythematodes, Morbus Crohn)
- Gewebeschäden (z. B. nach Operationen, Herzinfarkt oder Verletzungen)
- Chronische Erkrankungen (z. B. chronische Nierenerkrankung, Diabetes mellitus)
- Tumorerkrankungen (maligne Erkrankungen können Entzündungsreaktionen auslösen)
- Allergische Reaktionen und entzündliche Hauterkrankungen
Diagnose und Ablauf der Blutuntersuchung
Die Bestimmung der Entzündungswerte erfolgt durch eine einfache Blutentnahme, meist aus einer Vene im Arm. Das Blut wird anschließend im Labor analysiert. In der Regel erfolgt die Bestimmung im Rahmen eines großen Blutbilds oder eines spezifischen Entzündungspanels. Erhöhte Werte allein sind kein abschließender Befund – sie müssen stets im Zusammenhang mit den Beschwerden des Patienten und weiteren Untersuchungen bewertet werden.
Behandlung bei erhöhten Entzündungswerten
Die Behandlung richtet sich nicht nach den Laborwerten allein, sondern nach der zugrunde liegenden Ursache der Entzündung:
- Bei bakteriellen Infektionen werden Antibiotika eingesetzt.
- Bei Autoimmunerkrankungen kommen entzündungshemmende Medikamente wie Kortison oder sogenannte Biologika zum Einsatz.
- Bei viralen Infektionen stehen Ruhe, Flüssigkeitszufuhr und symptomatische Therapie im Vordergrund.
- Bei Sepsis ist eine sofortige intensivmedizinische Behandlung erforderlich.
Leicht erhöhte Entzündungswerte ohne eindeutige Symptome sollten ärztlich abgeklärt und engmaschig kontrolliert werden, um eine chronische Entzündung frühzeitig zu erkennen.
Wann zum Arzt?
Bei anhaltenden Beschwerden wie Fieber, Schmerzen, Abgeschlagenheit oder Schwellungen sollte zeitnah ein Arzt aufgesucht werden. Auch wenn Blutuntersuchungen im Rahmen einer Routineuntersuchung auffällige Entzündungswerte zeigen, ist eine ärztliche Beurteilung wichtig.
Quellen
- Deutsche Gesellschaft für Klinische Chemie und Laboratoriumsmedizin (DGKL): Leitlinien zu Entzündungsparametern, 2022.
- Kasper DL et al.: Harrison's Principles of Internal Medicine, 21. Auflage, McGraw-Hill, 2022.
- World Health Organization (WHO): Laboratory Diagnosis of Infectious Diseases – Principles and Practice, WHO Press, Genf.
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