Ergometrie – Belastungs-EKG einfach erklärt
Die Ergometrie ist ein medizinischer Belastungstest, bei dem Herz und Kreislauf unter körperlicher Anstrengung untersucht werden. Sie dient der Diagnose von Herzerkrankungen und der Beurteilung der körperlichen Leistungsfähigkeit.
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Die Ergometrie ist ein medizinischer Belastungstest, bei dem Herz und Kreislauf unter körperlicher Anstrengung untersucht werden. Sie dient der Diagnose von Herzerkrankungen und der Beurteilung der körperlichen Leistungsfähigkeit.
Was ist eine Ergometrie?
Die Ergometrie ist ein diagnostisches Verfahren, bei dem die Funktion von Herz und Kreislauf unter gezielt gesteigerter körperlicher Belastung untersucht wird. Der Begriff leitet sich vom griechischen Wort ergon (Arbeit) ab. Die Untersuchung wird häufig auch als Belastungs-EKG bezeichnet, da während der körperlichen Anstrengung kontinuierlich ein Elektrokardiogramm (EKG) aufgezeichnet wird. Die Ergometrie gehört zu den am häufigsten eingesetzten nicht-invasiven Verfahren in der Kardiologie und der Sportmedizin.
Anwendungsgebiete
Die Ergometrie wird in verschiedenen medizinischen Bereichen eingesetzt. Die häufigsten Indikationen sind:
- Abklärung von Brustschmerzen (Angina pectoris) und Verdacht auf koronare Herzkrankheit (KHK)
- Beurteilung der Herzleistung nach einem Herzinfarkt
- Kontrolle des Therapieerfolgs bei bekannten Herzerkrankungen
- Erkennung von belastungsinduzierten Herzrhythmusstörungen
- Bestimmung der körperlichen Leistungsfähigkeit und maximalen Sauerstoffaufnahme (VO₂max)
- Sportmedizinische Leistungsdiagnostik und Trainingssteuerung
- Präoperative Risikoeinschätzung
Durchführung der Ergometrie
Die Ergometrie wird in der Regel auf einem Fahrradergometer oder einem Laufband durchgeführt. Die Belastung wird in definierten Stufen (meist alle 2 bis 3 Minuten) schrittweise erhöht, bis entweder eine Ziel-Herzfrequenz erreicht ist, Beschwerden auftreten oder ein Abbruchkriterium eintritt.
Vorbereitung
Vor der Untersuchung werden Elektroden für das EKG sowie eine Blutdruckmanschette angelegt. Der Patient sollte nüchtern oder mindestens 2 Stunden nach einer leichten Mahlzeit zur Untersuchung erscheinen. Bestimmte Medikamente (z. B. Betablocker) können das Ergebnis beeinflussen und sollten in Absprache mit dem Arzt ggf. pausiert werden.
Ablauf
Zu Beginn wird ein Ruhe-EKG als Ausgangswert aufgezeichnet. Anschließend beginnt die körperliche Belastung, die stufenweise gesteigert wird. Während der gesamten Untersuchung werden EKG, Herzfrequenz und Blutdruck kontinuierlich überwacht und dokumentiert. Nach Beendigung der Belastung folgt eine Erholungsphase, in der die Messwerte weiter beobachtet werden.
Auswertung und Befund
Die wichtigsten Parameter, die während einer Ergometrie beurteilt werden, sind:
- EKG-Veränderungen: Typische Zeichen einer Durchblutungsstörung des Herzens (Ischämie) sind ST-Strecken-Senkungen oder -Hebungen im Belastungs-EKG.
- Herzfrequenz: Der Anstieg und die Erholungszeit der Herzfrequenz geben Auskunft über die kardiale Fitness.
- Blutdruckverhalten: Ein übermäßiger Blutdruckanstieg (hypertensive Reaktion) oder ein Blutdruckabfall unter Belastung kann auf Erkrankungen hinweisen.
- Leistungsfähigkeit: Die maximal erreichte Leistung (in Watt) ist ein wichtiger Indikator der körperlichen und kardialen Belastbarkeit.
- Symptome: Aufgetretene Beschwerden wie Brustschmerz, Schwindel oder starke Atemnot werden dokumentiert.
Abbruchkriterien
Die Untersuchung wird sofort abgebrochen, wenn einer der folgenden Zustände eintritt:
- Starke Brustschmerzen oder Angina pectoris
- Erhebliche EKG-Veränderungen (z. B. ausgeprägte ST-Senkung)
- Gefährliche Herzrhythmusstörungen
- Deutlicher Blutdruckabfall unter Belastung
- Schwere körperliche Erschöpfung oder starke Atemnot
- Patientenwunsch
Risiken und Kontraindikationen
Die Ergometrie ist in der Regel ein sicheres Verfahren. Schwerwiegende Komplikationen wie ein Herzinfarkt oder lebensbedrohliche Rhythmusstörungen sind sehr selten (ca. 1 auf 10.000 Untersuchungen). Die Untersuchung sollte nicht durchgeführt werden bei:
- Akutem Herzinfarkt oder instabiler Angina pectoris
- Schwerer Herzinsuffizienz
- Unkontrolliertem Bluthochdruck
- Schweren Herzrhythmusstörungen
- Akuten Entzündungserkrankungen des Herzens (Myokarditis, Perikarditis)
- Schwerer symptomatischer Aortenstenose
Quellen
- Gibbons RJ et al. - ACC/AHA 2002 Guideline Update for Exercise Testing. Journal of the American College of Cardiology, 2002.
- Deutsche Gesellschaft für Kardiologie (DGK) - Leitlinien zur Ergometrie und Belastungsuntersuchung, 2018.
- Löllgen H, Leyk D - Exercise testing in sports medicine. Deutsches Ärzteblatt International, 2018; 115(24): 409-416.
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